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KARLSRUHE

DRAGONER-KASERNE KARLSRUHE 

Aktuell

Dragonerkaserne Karlsruhe / Modernisierung, Erweiterung und Umbau für das Bad. Konservatorium 

Arbeitsgemeinschaft mit Reich + Seiler Architekten

Das Gebäude Kaiserallee 12c, gehört zum Gebäudekomplex der ehemaligen Dragonerkaserne in der Karlsruher Weststadt. Es wurde in den Jahren 1895-98 als Mannschaftsgebäude geplant. Ab 1936 wurde der Komplex wiederum als Kaserne genutzt, zunächst von der Reichswehr, nach Kriegsende bis 1956 von den amerikanischen Streitkräften. Danach wurde die Kaserne der Bundeswehr übergeben. Das Gebäude wurde zuletzt durch das Luftwaffenmusikkorps 2 genutzt.

 

Das Gebäude ist mit seinen Fassaden aus Sandstein ein typisches Gebäude der Wende zum 20. Jahrhundert. Es wurde mehrfach umgebaut. Die Außenwände bestehen in den unteren Geschossen aus Sandsteinmauerwerk, im Mittelbau des 3. Obergeschosses sind sie im Querschnitt zweischalig aufgebaut mit einer inneren Schale aus Ziegelmauerwerk. Die Holzbalkendecken haben teilweise Unterzüge aus Stahlprofilen. In Teilen des Gebäudes wurden die ursprünglichen Holzbalkendecken bzw. Gewölbedecken durch Betondecken ersetzt. Die Dachkonstruktion über dem Saal im Mittelbau wurde mit Stahlfachwerkträgern und neuen Querwänden aus Stahlbeton abgefangen.

 

Das bestehende Gebäude wird im Rahmen der Maßnahme für die Nutzung durch das Badische Konservatorium umgebaut und saniert bzw. modernisiert. Das Badische Konservatorium ist die musikalische Bildungseinrichtung der Stadt Karlsruhe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Neben den räumlich notwendigen Veränderungen wird das Gebäude insgesamt auf einen neuen technischen Stand gebracht. Es wird statisch, bauphysikalisch, raumakustisch und brandschutztechnisch ertüchtigt. Dach und Fenster werden erneuert, die Außenwände erhalten eine Innendämmung aus Mineralstoffplatten. 

Das Untergeschoss bleibt bis auf die neuen Technikräume weitgehend ungenutzt und unverändert.

 

Auf der Nordseite wird zwischen den vorspringenden Seitenflügeln ein dreigeschossiger Anbau in Stahlbeton­skelettbauweise errichtet. Dieser nimmt den Haupteingang und ein Foyer im EG, Unterrichtsräume im 1. und 2.OG, sowie einen vom EG bis 3.OG reichenden Aufzug auf. Im 3.OG ist ein Teil der Dachfläche als Terrasse für den Saalbereich genutzt.